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VBG-Umfrage untersucht Verletzungen und Prävention

GOKIXX · 5. März 2018

Leistungssportler sind stets dem Risiko ausgesetzt, durch eine Verletzung zurückgeworfen zu werden – doch der Weg zum Profi ist verletzungsfrei. Aus diesem Grund hat GOKIXX zusammen mit der VBG im Februar 2018 die zweite Umfrage zum Thema Verletzungen und Prävention durchgeführt. Die Ergebnisse der VBG-Umfrage bestimmen die weitere Vorgehensweise und Schwerpunktsetzung von GOKIXX im Bereich der Verletzungsprävention. Präsentiert wurde die Umfrage auf dem Präventionssymposium der VBG im Mai in der BayArena in Leverkusen.

Umfrage der VBG mit GOKIXX

103 Juniorenspieler aus Nachwuchsleistungszentren in ganz Deutschland haben an der empirischen Erhebung teilgenommen. Die Umfrage-Teilnehmer kamen aus 18 verschiedenen deutschen Landesverbänden und deckten die Altersklassen von der U15 bis zur U23 ab. Die Umfrage umfasste 13 Fragen und wurde im Februar 2018 durchgeführt. Sie behandelte die Themen Verletzungen und Prävention. Die Umfrage wurde erstmals im Oktober 2015 durchgeführt. Die Fragen, die in beiden Umfragen identisch waren, lieferten dabei folgende Erkenntnisse:

1. Die Angst vor Verletzungen ist in den Köpfen präsent – hat aber im Vergleich zu 2015 nachgelassen

2018 haben 89% der Befragten nur hin und wieder bis keine Angst vor Verletzungen – 2015 waren es lediglich 76%. Auffällig ist dabei vor allem, dass die Anzahl der Spieler, die „auf jeden Fall“ Angst vor Verletzungen hat, deutlich gesunken ist. 2015 gaben 12% diese Antwort an, 2018 waren es unter 3%.

2. Knieverletzungen sorgen für Verunsicherung

Betrachtet man, welche Art der Verletzungen die meiste Angst verursacht, sind die Antworten der Nachwuchstalente ebenfalls eindeutig. So sind es nach wie vor Knie- sowie Fuß- und Sprunggelenksverletzungen, die beängstigend wirken. Grund dafür können einmal die Beispiele aus den Medien oder eigene Erfahrungen sein, da diese Verletzungen oft spektakulärer „wirken“ als Muskelverletzungen. Auch die lange Ausfallzeit kann bei der Bewertung der Verletzungen eine Rolle spielen.

3. Prävention ist Teil des Alltags der Spieler geworden

Befragt wurden die teilnehmenden Spieler auch nach den Präventionstechniken, die sie auf der einen Seite bereits in ihrem Alltag nutzen bzw. bei denen sie sich noch Hilfestellungen wünschen würden. Das Ergebnis zeigt, dass die einzelnen Methoden im Leben der Talente angekommen sind. Nahezu jeder Spieler gibt an, Stabilisations- oder Krafttraining zu betreiben, um verletzungsfrei durch die Saison zu kommen. Fast 50% gaben an, auf Techniken wie Beweglichkeitstraining, Ernährung, Koordinationstraining oder Faszientraining zurückzugreifen.

Obwohl fast 60% ausgewogene Ernährung als wichtiges Element betrachten und angaben diese auch umzusetzen, wünschen sich 57% weiteren Support in diesem Bereich. Auch Beweglichkeitstraining ist mit 47% ein Bereich, in dem sich die Talente weiterentwickeln möchten und offen für Hilfestellungen sind.

4. Die befragten Spieler sind sich der Bedeutung des Schlafs bewusst

Im Bereich des Faktors Schlaf lässt sich festhalten, dass die Mehrheit der Befragten ausreichend früh und lange schläft. Vermuten lässt sich hier, dass den Spielern die Bedeutung von Schlaf als Regenerationsfaktor bewusst ist.

5. Im Durchschnitt benötigen die Spieler mehr Zeit um einzuschlafen

Festzuhalten ist aber auch, dass die Spieler – im Vergleich zu 2015 – im Durchschnitt 1,2 Minuten länger brauchen, um einzuschlafen. Grund hierfür könnte die fortschreitende Digitalisierung sein. Die Nutzung von Smartphones oder Laptops vor dem Schlafen ist erwiesenermaßen eine Einflussgröße auf die Qualität des Schlafes.

Bildquelle: privat